Schwammspinner

„Schwammspinner” in Liebschwitz

Gera, 01.02.2020

Mit 20 Helfern beteiligte sich die OTEGAU GmbH am Aufruf der Stadtverwaltung Gera zur Beseitigung der Ei-Gelege der Schwammspinner (Lymantria dispar) im Stadtteil Liebschwitz. Nach offiziellen Schätzungen beteiligten sich insgesamt rund 500 Helfer an dieser Aktion. Mit einem eigens entwickelten Werkzeug konnten die Mitarbeiter der OTEGAU auch schwer erreichbare Ei-Gelege entfernen. Ziel des Einsatzes war, die zu erwartende Raupenpopulation im Frühjahr/Sommer 2020 wenigstens teilweise zu reduzieren. Die fleißigen Helfer beseitigten nicht nur Ei-Gelege, sondern sammelten gleichzeitig Müll und Unrat im Wald. Neben der freiwilligen händischen Unterstützung, leistete die OTEGAU GmbH einen weiteren Beitrag bei der Entsorgung von insgesamt 120 kg gesammeltem Abfall.

Bild_1

Eröffnung „Lusaner Straße 10“

Eröffnung „Lusaner Straße 10“

Am 20.01.2020 wurde der neue Arbeitsbereich offiziell eröffnet.

Die neu hergerichteten Räume werden für die Durchführung der Projekte „Jugendliche Flüchtlinge integrieren, bilden und beschäftigen“ (JuFibb) und „Aktivierungshilfen für Jüngere“ (AhfJ) genutzt.

niG01-Vorschau

nig – neu in Gera

Ein Baum beginnt mit einem Samenkorn.

Unsere 2. nig-Ausgabe ist erschienen!

Am 27.09.19 wurde die Erstausgabe unserer Zeitung nig im Schullandheim der Otegau öffentlich vorgestellt. Es war uns eine besondere Ehre, an diesem Tag Gäste aus Bochum bei uns begrüßen zu dürfen, die schon seit langer Zeit erfolgreich das Schwesterprojekt „Neu in Deutschland“ herausgeben. Gemeinsam wurden Erfahrungen ausgetauscht, neugierig unsere frisch gedruckte Zeitung in Augenschein genommen und es wurde natürlich gemeinsam gefeiert.

Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest ist nun die zweite Ausgabe unserer Zeitung „Neu in Gera“ erschienen, auf die wir genauso stolz sind, wie beim ersten Mal!

Wer die Texte liest, erkennt, dass Geben und Nehmen, freundliches Teilen nichts anderes ist als Frieden im Kleinen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und unterschiedlichen Glaubens. „Liebe ist die einzige Medizin, um die Reste der verlorenen Menschlichkeit zu retten“, heißt es dazu in einem Text unserer Zeitung.

Die Finger jeder Hand sehen unterschiedlich aus und gehören doch zusammen. Das Gleiche gilt für die Menschen auf der Welt. Warum ist es so schwer machbar, dass Menschen endlich friedlich miteinander leben können? Diese Frage bleibt ein ständiger Auftrag. Wir sollten hier und heute damit anfangen. Gemeinsam.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen unserer Texte!

nig- eine Zeitung geht an den Start

Ende Juli 2019 erscheint zum ersten Mal eine besondere Zeitung in Gera. Ihr Titel hat nur drei Buchstaben: nig – neu in gera.  

Neu in Gera sind Frauen, Männer und Kinder aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia und anderen Ländern. Bürgerkrieg, Verfolgung und Perspektivlosigkeit haben sie aus der Heimat getrieben.

In der OTEGAU arbeiten viele von ihnen in verschiedenen Projekten.

Unsere Integrationsbegleiterin Nour Al Zoubi hat letzten Herbst die Idee für eine Zeitung aus Bochum mitgebracht. Schnell wurden weitere Unterstützer gefunden. Unser Ziel ist es, dass insbesondere die Geraer mehr über die in der Stadt lebenden Flüchtlinge und Migranten erfahren.

Damit Sie besser verstehen, dass es eben nicht nur „d i e Flüchtlinge“ sind, eine große unbekannte Masse, sondern Menschen wie wir alle. Von ganz unterschiedlicher Herkunft, mit individuellem Charakter, voller Träume und Hoffnungen, auch von Ängsten und Sorgen geplagt, traurig und fröhlich, neugierig auf das neue Leben in Gera.

Schauen Sie doch mal rein in unser Blatt, ins nig. In Gera leben über 6000 ausländische Mitbürger. Wir wollen aus dieser Zahl Gesichter und Geschichten machen. Geschichten über Flucht, Gefühle, Träume und Alltag.

Teilen Sie uns bitte mit, wie Ihnen nig gefällt. Sie werden Spannendes und Nachdenkliches erfahren. Lesen lohnt sich. Verstehen lohnt sich. Damit aus Fremden Freunde werden.

Ihr nig-Team

01

Es ist geschafft!

Ende Juli ist die erste Ausgabe unserer Zeitung nig erschienen. Am 27.09.2019 war nun der Tag, an dem wir dies gebührend gefeiert haben. Begonnen haben wir am Vormittag im Schullandheim der OTEGAU mit der Vorstellung aller Akteure und der ersten sehr emotionalen Lesung unserer Autoren. Besonders gefreut haben wir uns, dass unsere Bochumer Freunde der Zeitung Nid –  Neu in Deutschland. mit uns gefeiert haben. Höhepunkt war der Auftritt der Speed-Talkerin  Ximena León, die mit viel Esprit und Temperament, alle ins Gespräch gebracht hat. Anschließend wurde gemeinsam gekocht und gegessen.

Am Samstag ging es dann, nach einem gemeinsamen Frühstück, auf Entdeckungstour durch die Stadt. Auch wenn am Ende allen die Füße weh taten, haben unsere Gäste viele schöne Orte in Gera kennengelernt.

Müllaktion

Müllentsorgung – Mülltrennung

Eine Informationsveranstaltung zum Thema Müllentsorgung – Mülltrennung am Stadtteilbüro in Bieblach-Ost, Schwarzburgstraße 6

Am Mittwoch 25.09.2019 fand auf Initiativedes ThINKA-Gera-Projekts der OTEGAU und in enger Abstimmung und Kooperation mit dem Abfallwirtschaftszweckverband (AWV) Ostthüringen und der GWB Elstertal ein informativer Nachmittag für alle Bürger des Stadtteils zum Thema der Müllentsorgung und der Mülltrennung statt.

Viele Mitarbeiter von AWV, GWB, dem ThINKA-Projekt und der OTEGAU waren vor Ort, um in informativer und für Kinder in spielerischer Form diese gerade im Stadtteil Bieblach-Ost nach wie vor viel diskutierte Problematik anzugehen und nützliche wie wichtige Informationen zu Mülltrennung zu geben. Schon mehrfach war das Thema Müll in Bieblach im Fokus von Anwohnern, Verantwortlichen und auch der Presse. Die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftszweckverbandes hatten umfangreiches Informationsmaterial dabei, zum großen Teil auch mehrsprachig, um über Abfalltonnen, deren Inhalte und Entsorgung zu informieren.

Für Kinder bestand die Möglichkeit, zwischen Wurfspielen, Glücksrad oder Memory sich bei Spiel und Spaß dem Thema zu nähern. Kinder, die gerade aus der Schule kamen, machten hier auch mal für längere Zeit eine spielerische Pause. Viele kommen aus Syrien oder Afghanistan und haben erst hier in Deutschland von Mülltrennung überhaupt gehört. Aber dass daraus auch oft etwas Neues entstehen kann, fanden die meisten gut. Was in die gelbe Wertstofftonne gehört, war an einer Schautafel des AWV übersichtlich angebracht, so dass jeder auch schnell einschätzen konnte, was bisher richtig oder auch generell schon immer falsch zugeordnet wurde.

Die OTEGAU hatte Sprachmittler gestellt, damit vor Ort möglichst keine Sprachbarrieren die Vermittlung wichtiger Informationen behinderten. Oft übersetzten auch die Kinder für die Eltern.

Einige Bieblacher Bürger nutzten die Gelegenheit, sich für eine Exkursionsfahrt zur Deponie in Untitz und zur Müllverbrennungsanlage in Zorbau anzumelden, die am 8. Oktober stattfinden wird und vom AWV für diesen Termin kostenfrei für Interessierte angeboten wird.

Ein Fazit zu diesem Info-Nachmittag ist nicht leicht zu ziehen. Das Thema bleibt weiterhin brisant und aktuell, die Anzahl derer, die sich mit dem Thema beschäftigen nimmt zu, und bei den hinzugezogenen ausländischen Mitbürgern bringen zumeist die Kinder wichtige Informationen dazu in ihre Familien. Eine Wiederholung der Veranstaltung ist in jedem Fall wichtig und für das kommende Jahr in Vorbereitung, auch AWV und GWB Elstertal sehen dies so.

Pflanzen

Heilpflanzen – Gesundheit aus der Natur in Thüringen

Eine Informationsveranstaltung zum Thema „Heilpflanzen – Gesundheit aus der Natur in Thüringen“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des ThINKA Gera – Projekts fand am Mittwoch, 18.09.2019 um 13:00 Uhr, in der Begegnungsstätte der GWB-Elstertal, Erich-Mühsam-Str. 2 in Gera – Bieblach ein unterhaltsamer wie informativer Vortrag über heimische Heilpflanzen statt.

„Heilpflanzen – Gesundheit aus der Natur in Thüringen“ war das Thema dieses Vortrages von Frau Strauss-Eberhardt,die vielen auch als erfahrene Gästeführerin in Gera bekannt ist.

Sie berichtete über natürliche Arzneimittel aus Großmutters Zeiten und stellte seltenere und für viele eher unbekannte Heilpflanzen in Wort und Bild vor, die heute teils wieder an Bedeutung gewonnen haben. Ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit zeigte, dass der sogenannte „Olitätenhandel“ in Thüringen eine lange Tradition hat, ausgehend von der Region um Oberweißbach, wo auch die Ursprünge der Glasbläserei angesiedelt waren. Bis Mitte des 19. Jh. gab es die „Buckelapothekerinnen“, die durch die Lande zogen und Heilkräuter verkauften, bis es in den 1870 er Jahren zur Gründung des Krankenkassenwesens kam.

Ein medizinischer Vortrag war damit nicht geplant, denn die Naturheilmittel sind meist nur als Ergänzungsmittel für eine gesunde Lebensweise anzusehen, keinesfalls als Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung. Andererseits ist das Wissen der Wirkung der Pflanzen bei der Einnahme bestimmter Medikamente wichtig.

In diesem Zusammenhang kamen auch von den Besuchern viele Fragen, wobei durchaus auch bei jüngeren Zuhörern bereits einige Naturheilmittel von den Eltern oder Großeltern her bekannt waren. Bei den unbekannteren Pflanzen und ihren Wirkungsweisen ging Frau Strauss-Eberhardt unter anderem auf das Tausendgüldenkraut, den Mönchspfeffer oder die Mariendistel (auch Leberdistel genannt) ein.

Für die meisten Besucher war auch der Hinweis auf die sogenannte Bach-Blütentherapie interessant, von der mancher bereits hörte. Diese Homöopathische Anwendung beinhaltet jeweils 5-6 verschiedene Pflanzenextrakte aus einem Sortiment von insgesamt 28 Pflanzen. Kombiniert werden z.B. Kirschpflaume, Waldrebe, Sonnenröschen, Springkraut und der doldige Milchstern. Dies soll gegen innere Unruhe und Angstzustände helfen. Der Name geht nicht (wie man glauben könnte) auf einen Wasserlauf, sondern auf den britischen Arzt Edward Bach (1886-1936) zurück, der seine Therapie in den 1930er Jahren entwickelte, die jedoch von Medizinern nicht anerkannt wird.

Zum Ende der Veranstaltung ging Frau Strauss-Eberhardt auf Wunsch von Besuchern kurz auf die „Medizin vom Strauch“ ein. Gemeint sind hier Holunder, Sanddorn und Hagebutte, die wohl die meisten bereits schon selbst einmal verarbeitet haben. Mit einigen interessanten Bemerkungen zum exotischen Ginkgo-Baum, dessen ältester Vertreter in Deutschland seit mittlerweile 1750 in Frankfurt/M. steht, endete ein unterhaltsamer wie lehrreicher Vortrag, von dem die Besucher auch wertvolle botanische Tipps mit nach Hause nehmen konnten.